Nur 9 Postler beenden den Vormittagskick gegen Stahl Riesa
In einer durchwachsenen Partie, vor der mageren Kulisse von 141 Zuschauern, gewinnt der TSV letztlich verdient mit 3:1. Ja Hauptsache doch noch ein Sieg! Viel mehr wars nicht. Denn man hätte durchaus etwas für die Tordifferenz tun können, da die Postler zum einen konditionell als auch zahlenmäßig abbauten. Etwas ungewohnt war für unsere Spieler bestimmt die Anstoßzeit 11 Uhr sowie der Kunstrasenbelag.
Die erste Halbzeit war zum davonlaufen. Monotones nach vorn Schlagen, wobei das Fehlen vom verletzten Bierstedt spürbar war, sowie wenig Mut einen Torabschluß zu suchen waren Beleg einer der schwächsten Halbzeiten die man als Stahlfan je sah. Zugegeben die Post Dresden stand geschickt hinten drin und ließ wenig konstruktiven Spielaufbau zu, aber als Spitzenteam der Bezirksklasse muss man mehr erwarten können. Dazu passte dann auch die totale Fehlentscheidung des Schiedsrichter als er nach einen normalen Zweikampf von Grafe gegen einen Postler im Riesaer Strafraum auf Elfmeter entschied. Alle Zuschaueraugen hatten deutlich gesehen das klar der Ball gespielt wurde, aber der Mann in schwarz blieb dabei. Die Nummer 21 von Post, mit deren Torwart die Besten ihres Teams, ließ sich dieses Schiri-Geschenk nicht nehmen und verwandelte sicher zur 1:0 Pausenführung.
Blieb die Hoffnung das Trainer Schuster die richtigen Worte findet unsere Spieler wachzurütteln. Sie können doch alle Fussball spielen! Zur Halbzeit kam Kunze für Tschirschke, der sich erfolglos außen bemühte. Am Bild änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte wenig – Stahl sichtlicher bemühter aber die Post bei ihren gelegentichen Konterversuchen gefährlich. Erst nach fast einer Stunde fasste sich mit Kaiser endlich mal jemand ein Herz und zog herrlich ab, den Ball kann der Post-Torwart nicht festhalten und “Torminator” steht richtig, erfasst die Situation als Erster und erzielt per Nachschuss das 1:1. Fortan lief das Spiel von Riesa besser. Den nächsten Angriff knallt Träger mit einen satten Fernschuss an die Latte. Post hatte wenig nun entgegen zu setzen.
So musste die etwas übermotivierte Nummer 14 von Post dann nach zweimal Gelb binnen kurzer Zeit vorzeitig duschen gehen, als sie einen Stahlspieler nicht mehr hinterherkam und von hinten zerrte. Nun ergaben sich auch Räume, die unsere Stumabteilung Nicki und Stemi zu nutzen wussten: So kann Stemberg in der 67.Minute nach schöner Einzelleistung und Vorgabe von Rasper zur Führung vollenden. Alles sprach für Sieg, doch nach einer leichtsinnigen Aktion vom sonstso abgeklärten Huß in der Abwehr, der alle Stahlfans erschrecken ließ, muss Torwart Meyer all sein Können im Eins-gegen-Eins aufbringen und den Ball zur Ecke klären.
Doch “Torminator” setzte in der 74.Minute zur Entscheidung an, in seiner bekannten Art trickst er einen Abwehrer im Strafraum aus und lässt den Post-Keeper keine Chance – 3:1 Führung für Stahl! Die Partie war gedreht und entschieden. So kam zur Überraschung aller mit Sebastian Schaube (für Schiffner) ein “neuer” Spieler in die Partie. Schaube der eigentlich letzte Saison schon als Transfer gemeldet war und bis heute kein Spiel bestritt, tauchte auf und gab auch gleich einen Schuss aufs Post-Gehäuse ab, der jedoch gehalten wurde. Ansonsten passierte wenig auf den Kunstrasen. Letzter Höhepunkt war die Tätlichkeit vom korpulenten Post-Libero an Hanzlik, der diesen erst unsanft stoppte und dann vor den Augen des Schiedsrichtern beim Aufstehen erneut umschubste. Auch der mäßige Schiri musste da glatt Rot zeigen. So beendeten 9 Postler die Partie ohne ein weiteres Tor zu schlucken, da Stahl den Vormittagsausflug in den letzten Minuten ruhig ausklingen ließ.
Letztlich wie gesagt ein verdienter Erfolg (ein Pflichtsieg) gegen teils überforderte Postler. Diese Leistung darf aber kein Maßstab für die weiteren Spiele sein. Denn so einfach ein Spiel zu drehen ist es selten! Hoffentlich kann nächstes Wochenende gegen Tabellenschlußlicht Reichenberg etwas für das Torekonto getan werden.
















