Kapitulation des SC Riesa – Gedanken zur offiziellen Pressemitteilung
Am gestrigen Freitagabend veröffentlichten der TSV Stahl Riesa, der SC Riesa und der neue TSV-Hauptsponsor Stadtwerke Riesa völlig überraschend eine Pressemitteilung, in der sich alle Beteiligten verpflichten, dafür zu sorgen, dass Stahl Riesa bald wieder in der Landesligaebene spielt.
Der abgeschlossene Kooperationsvertrag sieht vor, dass Männerbereich beim TSV Stahl Riesa im Fokus steht, während der SC Riesa sich um den Nachwuchs kümmert und die Talente für den TSV ausbildet.
Auch wenn es keine der beteiligten Parteien jemals offiziell bestätigen wird, ist doch klar, warum dieser Vertrag jetzt abgeschlossen wurde. Ein Blick auf die Tabelle genügt: Der Männerbereich des SC Riesa ist am Ende. Die Pläne der Abteilung Fußball des Stadtkontrahenten sind nicht aufgegangen.
Einen anderen Weg als die enge Zusammenarbeit gibt für den Sportclub nicht, es sei denn man möchte nur Kreisebene Fußball erleben. Aber auch für den TSV ist das Angebot sehr lukrativ. Spielten doch bereits mehr als 1/4 aller Stahlkicker beim einistigen Rivalen.
Ich rechne stark damit, dass 2-3 derzeitige SC-Spieler im Winter unsere 1. Männermannschaft verstärken werden. Ganz hoch auf der Liste steht sicherlich SC-Torjäger Rene Müller.
Desweiteren würde es mich nicht verwundern, wenn die zweite Mannschaft des SC Riesa zur Winterpause zurückgezogen wird.
Von da an ist es dann nur noch ein kleiner Schritt bis es keine Männermannschaft mehr beim SC Riesa gibt und Stahl stattdessen 3 Teams ins Rennen schickt. Wäre für die nächste Saison ja dann fast perfekt: 1. Mannschaft Bezirksliga, 2. Mannschaft Bezirksklasse (wenn man es schaffen sollte, den SC in der Klasse zu halten) bzw. Kreisliga, 3. Mannschaft 1. Kreisklasse oder gar Kreisliga im Falle des (wohl eher unmöglichen) Aufstiegs unserer TSV-Reserve.
Mit dem neu errichteten (SC-) Kunstrasenplatz in der Delle besitzen die städtischen Vereine nun auch die Möglichkeit unabhängig vom Wetter Training und Spiele zu absolvieren.
Alles in allem, scheint man in Riesa nun langsam an einem gemeinsamen Strang zu ziehen um Stahl Riesa wieder aus der Versenkung in höhere Ligen zu führen. Was lange währt, wird nun doch endlich gut.
Sport frei.

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