Fanclub Strehla 2005

Einmal Stahl … Immer Stahl !!!

Archiv der Rubrik ‘Spielberichte’

Verfasst von Erik am 12. August 2010

Zu Neunt im Wesenitztal

Rubrik: Spielberichte

Im Pokal-Nachholespiel am Mittwochabend ging es für Stahl Riesa nach Dürrröhrsdorf-Dittersbach zum heimischen SV Wesenitztal.

[17:20] – Während wir vom Fanclub überpünktlich am Sportplatz “Am Quellberg” ankamen, fehlte von unserer Mannschaft jede Spur. Denn wie der heimische Stadiensprecher uns mitteilte, steckten die zwei Mannschaftsbusse im Stau bei Nossen. Stellt sich die Frage warum man über Nossen fährt? Dort ist Stau in der Hauptverkehrszeit doch programmiert. So hieß es über eine Stunde vorort warten und das angebotene Bier, Bratwurst bzw. Soljanka kosten, sowie sich mit einheimischen Zuschauern etwas unterhalten.

[18:00] – Unterdessen traf der erste Bus und damit ein Teil unseres Teams im Wesenitztal ein, jedoch ohne Ausrüstung sodass sie nur am Spielfeldrand rumstehen konnten.
Mit großen Beifall wurde später dann der zweite Bus begrüßt und es ging endlich ans Warmmachen für unsere Spieler.

[18:55 Uhr] – Partie wird angepiffen.

Die erste Viertelstunde gehörte dem Sv Wesenitztal, die spritziger wirkten und es mit langen Bällen auf ihren 38-Jährigen Tschechen vorne versuchten. Gefahr vor dem Tor von Scharf entstand aber keine. Größte “Torchance” war ein hoher Ball der im Riesaer Strafraum landete und den Scharf beinahe doch unterschätzt hätte. Puh ;-)
Auch zwei härtere Fouls von Hillig und Nollau wurden zu recht mit Gelb bestraft, die die heimischchen Fans zum niveaulosen Pöbeln veranlassten.

Danach hatte sich Stahl auf die ewig-selbe Taktik der Wesenitztaler eingestellt, sodass Bierstedt und Hillig alles abfingen. Auch die Außenverteidger Schmidt und Fraustadt deckten ihre Gegenspieler gut.
Nun kam man auch selber zu Torchancen.  Nach etwa einer halben Stunde zog Tabel einfach mal volle Wucht ab und der Abpraller vom Torwart landete bei Heineccius, der aus 20m das Tor verfehlte.
Wenige Minuten später machten es beide Stürmer besser;  Heineccius behauptete den Ball im Strafraum, trickste zwei Gegenspieler mit einer Körperdrehung aus und passte quer zu Tabel der locker einschoss.
Drei Minuten später der Doppelschlag. Schamber, der ein super Spiel ablieferte,  erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und passte zu Wukasch der zielsicher in die untere rechte Torecke traf.

Und bis zum Pausenpfiff hätte es nun noch deutlicher stehen können. Erst köpfte Hillig den Ball nach einer Ecke an den Innenpfosten, dann lupfte Tabel den Ball über den Torwart ebenfalls an den Innenpfoten.
Mit einem verdienten 2-0 und sicherer Miene ging es in die Halbzeit.

Nachdem Seitenwechsel ging das schnelle und muntere Spiel weiter. Aber Wesenitztal fehlte es an spielerischer Klasse. Deren Taktik mit langen Bällen funktionierte einfach nicht und die Passspielversuche landeten regelmäßig in den Füßen eines Stahl-Spielers.
In der 64. Munte dann die fast spielentscheidende Szene durch den Schiedsrichter. Der gelb-verwarnte Hillig lief auf der Höhe der Mittellinie einen Gegenspieler entgegen und rutschte auf dem nassen Rasen aus – der Gegenspieler stürzte. Ohne jegliches Fingerspitzengefühl seitens des Schiedsrichters gab es Gelb, somit Gelb-Rot und Stahl Riesa war nur noch zu Zehnt.

Und es kam noch dramatischer. Der für Nico Tabel eingewechselte Maik Martick musste nach wenigen Minuten verletzungsbedingt wieder runter. Unruhe kam unter den Riesaer Zuschauern auf.
Man fordete Ersatztorwart Andre Hildebrandt als Stürmer zu bringen, und was war mit Do Le.  Wie man nachdem Spiel erfuhr, konnte Do Le nicht spielen wegen einer leichten Verletzung und
für Ersatztorwart Hildebrandt gab es kein freies Feldspieler-Trikot.

Somit waren es noch acht Feldspieler und Torwart Scharf gegen elf Wesenitztaler, die nun Lunte gerochen hatten. Es folgten hektische 15 Minuten, die aber erstaunlich begannen.
Heineccius behauptete einen Befreiungsschlag an der Mittelfeldlinie und konnte auf Schamber passen, der seine Gegenspieler grandios umkurvte und zum 3-0 abschloss.
Und der nächste Befreiungsschlag hätte beinahe auch zu einem Treffern geführt. Heineccius setzte als einzige Offensivkraft gut nach und holte sich den Ball, stürmte allein auf das Tor zu aber schloss zu ungenau ab.

Zufall und ein Sonntagsschoss verhalfen den ansonsten einfallslosen Wesenitztaler zu einem Ehrentor. In der Abwehrschlacht vor der TSV-Tor bei dem alle Riesaer Spieler ackerten, landete der Ball
bei einem Gegenspieler, der sofort abzog und den Rücken von Bierstedt traf. Unhaltbar schlug der Ball ins Gehäuse ein.

Die letzten Minuten waren folgerichtig ein einzigen Wegschlagen, in dem Kämpferherz gefragt war. Dies hatten am heutigen Tag alle Stahl-Spieler !

Mit Erleichterung ertönte der Schlusspfiff und nach erstem Durchschnaufen kam die Mannschaft zu den Fans zum Abklatschen. Danke Jungs!

[21:00 Uhr] – Mit guter Laune steigt man ins Auto und fährt gen Stahlwerkerstadt Riesa.

Verfasst von Patrick am 27. Juli 2010

Zwei Siege

Rubrik: Spielberichte

Vergangenen Freitagabend trat der TSV bei der Eintracht aus Dobritz zum Pokalspiel an. Wie erwartet, entwickelte sich eine ziemlich einseitge Partie mit reichlich Torchancen für den TSV. In einem lockeren Trainingsspielchen gewann der TSV mit 6:1 ohne Mühe, einzig mehr Treffer fehlten. Vor allem in der zweiten Halbzeit vergaben unsere Spieler reihenweise Chancen, so dass es auch hätte 10:1 ausgehen könnnen. Die Partie wurde von beiden Seiten fair geführt. Bemerkswert fand ich, dass Dobritz auch nach 6 Gegentoren die Köpfe nicht hängen ließ und weiterkämpfte – zumal sie bereits nach 5 Minuten 2:0 hintenlagen und der heftige Dauerregen für alle Spieler sicherlich unangenehm war und den Ball in manchen Situationen verselbstständigte.

Unsere Tore erzielten: Wukasch, R. Genschur, Hillig, Träger, Tabel und Heineccius.

Die nächste Pokalrunde gegen die SG Weixdorf am kommenden Samstag wird bedeutend anstrengender werden. Dafür spielen unsere Jungs in der heimischen Nudelarena mit den vielen Fans im Rücken. Das gibt zusätzlich Kraft und Ansporn!

Gestern waren die A-Junioren des RasenBallsport Leipzig aus der A-Junioren-Regionalliga in Merzdorf zu Gast. Die beflügelten Jungbullen brachten die Riesaer Hintermannschaft in Halbzeit Eins mehrmals mächtig ins Schwimmen. Trotz 1:0-Führung durch Tabel gewann Stahl keine Sicherheit im eigenen Spiel. Mit 2:3 für RB ging es in die Pause.

Bößneck stellte um, installierte Nollau für Schamber in die Viererkette. Dies zusammen mit der Ansprache zeigte sichtlich Wirkung, denn nach dem Wiederanpfiff drehte der TSV richtig auf. Auf einmal klappten die Aktionen, hinten strahlte man Stabilität aus, vorne zeigte man Torgefahr. Ein Augenschmauß für die Fans! Reihenweise erspielten sich unsere Kicker Möglichkeiten. Bierstedt nutze eine davon zum Ausgleich in der 50. Minute. Sehenswerte Szenen gab es auch auf Seiten des Zuckerwasserherstellers. Man merkte Ihnen die taktische Ausbildung und die Eingespieltheit an. Aber die Kräfte der Gäste ließen mit fortschreitender Spieldauer nach.

Kurz vor dem Ende der Partie stellte Wukasch mittels Foulelfmeter den Endstand zum vielumjubelten 4:3 für unsere Farben her. So kann es weiter gehen. Klasse Fußball, ein Tor mehr als der Gegner, Sieg Stahl.

Verfasst von Erik am 10. November 2009

Beide Männermannschaften setzen sich im Mittelfeld fest !

Rubrik: Spielberichte

Nach den Siegen gegen Wesenitztal und Hoyerswerda reiste Stahl mit Selbstvertrauen und dem Wissen um die eigenen Stärken zur spielstarken Jugendvertretung von Borea Dresden. Einzig das Fehlen unserer Kreativkräfte Löffler und Krechlak sorgte für Sorgenfalten vor Beginn der Partie.

Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz im Jägersportpark, direkt neben dem farbenfrohen Jugendinternatsgebäude, durch dessen Fenster auch einige Junioren das Spiel  verfolgten. Die 140 anwesenden Zuschauer, die den Spitzenspielaufschlag von 4 Euro zahlten, mussten sich auf einer Geraden zusammenfinden. Fanverhältnis etwa 120 Riesaer und 20 Neutrale/Boreafans.

Durch das Fehlen zweier offensiver Stammspieler begann Stahl erwartet defensiv. Mit Burda gab es nur eine Sturmspitze, der jedoch alleine davorne nicht viel ausrichten konnte. Beide Seiten neutralisierten sich zusehends und Strafraumszenen aus dem Spiel gab es so gut wie nicht.
Spannendes gab es nur bei Standards zu sehen. So köpfte “Kopfballungeheuer” Bierstedt mehrere Male bei hohen Hereingaben leider am Tor vorbei. Positiv das Abwehrverhalten bei gegnerischen Hereingaben, bei denen Bierstedt, Hillig, Kaiser und Trobisch alles soweit rausköpften bzw. abwehrten.
Nur einmal wurde die Abwehrreihe rechts überlaufen … zum Glück führte aber dieses Mal der allererste gegnerische Torschuss nicht gleich zum Gegentor. Leistungsgerecht ging es somit mit 0:0 in die Pause.

Nach der Pause das gleiche Bild auf den Kunstrasen, der unsere Spieler vor keine nennenswerte Probleme stellte wie manche zuvor noch unkten. Beide Mannschaften standen sicher in der Abwehr und gingen kein Risiko ein. In der Pause gab es auch den nachher wohl spielentscheidenden Wechsel: Nollau kam für Preißiger.

Die beste Torchance für Borea Dresden II gab es nach einer gespielten Stunde: einen gut getretenen Freistoß ins linke untere Toreck kann Torwart Robert Scharf parieren!

Praktisch aus dem Nichts dann das goldene Tor für Stahl Riesa. Erst vergibt Burda eine der wenigen schnellen Vorstöße etwas kläglich. Beim schnellen Abspiel vom Borea-Torwart an seine Vorderleute erkämpfte sich aber jener Danny Burda den Ball wieder und passte zum mitgelaufenden Stefan Nollau, der sicher das Tor vollendete.  Freudenstürme bei den Stahlfans und überschwenglicher Jubel vom Torschützen  Nollau, der für Trikotausziehen noch Gelb sah.  Jetzt musste die 1:0 Führung nur noch die Viertelstunde über die Zeit gebracht werden.

Borea stellte sein System nachdem Gegentreffer total um und agierte in der restlichen Zeit mit 4 Stürmern und probierte es mit Vorchecking schon in unsere Spielhälfte. Dies führte zu einigen haarigen Szenen im TSV-Strafraum, indem nun nahezu all unsere Spieler verteidigten.
Große Torchancen ergaben sich für Borea aber in dieser Druckphase nicht, eher hätte der TSV bei konsequenteren Konterspieles noch ein Tor machen können.

Sei’s drum! Der erlösende Schlusspfiff nach 3 quälendlangen Minuten Nachspielzeit, sorgte für freudestrahlende Gesichter bei Fans, Spieler und Trainerstab.
Danke Jungs, für dieses spannende und letztendlich siegreiche Spiel!

Ebenso erfreulich die Nachricht, dass unsere 2.Mannschaft ihr Spiel gegen Priestewitz mit 4:2 gewinnen konnte.
Glückwunsch und nun im nächsten Spiel gegen den Tabellenletzten Zabeltitz etwas fürs Torverhältnis tun.

Verfasst von Erik am 13. Oktober 2009

An der polnischen Grenze

Rubrik: Spielberichte

Gabs für das Team von Stahl Riesa nur einen Punkt zu holen, und für die zahlreichen Fans volle Taschen vom Polenmarkt-Ausflug  ;-)

Bei guten Wetter während des Spieles fanden sich 355 Zuschauer im Parkstadion  in Bad Muskau ein, davon etwa 150 aus Riesa !

Das 4. Unentschieden (viermal 2 zu 2 ) in der Saison war dabei zweifelsfrei die bisher beste Saisonleistung unserer Mannschaft. Gegen eine starke, spielfreudige Bad Muskauer Mannschaft erspielte man sich trotz zweimaligen Rückstand einen Punktgewinn. Besonders die schnellen und technisch-beschlagenen polnischen Angreifer der Bad Muskauer versetzten die Stahl-Hintermannschaft ein ums andere mal in arge Nöte.

Die Anfangsviertelstunde gehörte, wie in anderen Spielen zuvor auch schon, unserem Team, dass sich aber nicht selbst belohnen konnte.  Man kontrollierte das Spielgeschehen und ging entschlossen in die Zweikämpfe.  Aus Leichtsinnigkeit rückte man dann wohl zu weit auf,  sodass ein blitzschneller Konter des Gegners zum Erfolg führte. Wieder einmal hat unser Gegner mit der allerersten Torchance gleich ein Tor erzielt..  dass passiert uns fast immer. Der Pole Skrzypzcak lief unserer Abwehr auf und davon und lies Torwart Scharf keine Chance.

Danach spürte man deutlich die Verunsicherung bei den Stahlspielern. Nur Dank Torwart Scharf und der Überheblichkeit der polnischen Stürmer, die brotlose Kunst am und im TSV-Strafraum betrieben, blieb es beim 1:0 Rückstand. Allmählich tastete man sich dann auch wieder nach vorn und versuchte es mit Weitschüssen auf das gegnerische Tor. Knapp daneben gingen noch die Schüsse von Krechlak und Kutsche, sowie ein Freistoß von Wukasch an die Latte.  Die Belohnung folgte kurz vorm Halbzeit-Pfiff:  Riesa holte sich einen Freistoß in Höhe der Eckfahne heraus, dieser wurde gefühlvoll auf den Kopf von Danny “La Bomba ” Burda geschlagen, der sicher einköpfte.  Leistungsrecht gings mit 1:1 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff ein Ebenbild der Spielverläufe der ersten Halbzeit: Anfangsviertelstunde für Riesa, aus dem Nichts Tor Bad Muskau, Schlussoffensive Riesa.

Stahl merkte man an, dass sie endlich den ersten Auswärtsieg holen wollten. Jedoch lies man die vorhandenen Chancen liegen. So lief man abermals in einen Konter von Bad Muskau,  wo wieder Skrzypzcak allen davon lief und einschoss. Vom 2:1 Rückstand diesmal keineswegs geschockt, spielte unser Team weiter nach vorn und versuchte alles. So erzielten Burda und Löffler nach guten Hereingaben von Außen kurz hintereinander jeweils mit der Hand ein Tor, die leider zurecht mit Gelb geahndet wurden.

Als das Schuss-Pulver schon verschossen schien, machte Löffler seine Extraklasse deutlich. Einen halbhohen Pass auf eben jenen außenstehenden Löffler, verwertet dieser direkt in einen Vollyschuss der unhaltbar ins Toreck segelt. Da blieb auch den heimischen Zuschauer nur neidlose Anerkennnung, und die Verwunderung warum wir so weit hinten in der Tabelle stehen..

Die Freude über den verdienten Ausgleich wäre beinahe schief gegangen. Nach Uneinigkeit im Abwehrverhalten geriet der Spielball an die Bad Muskauer, die einen langen Pass spielten, bei dessen Erlaufen der TSV-Abwehrer mit den herauseilenden Scharf zusammenstieß, und der Ball zum Gegner sprang, der mühelos einnetzte. Zum Glück pfiff der Schiedsrichter den Zusammenstoß als Foul ab, warum auch immer…  Schwein gehabt!  So blieb es beim 2:2 Endstand, da in den Schlussminuten beide Mannschaften hinten nichts mehr anbrennen ließen.

Ingesamt kann man gut leben mit dem Punkt bei den starken Bad Muskau’ern, auch wenn ein Sieg möglich gewese wäre.

Verfasst von Patrick am 8. Oktober 2009

Schiedsrichtergespann bringt Riesa um den hochverdienten Sieg

Rubrik: Spielberichte

Was war das vergangenes Wochenende wieder für ein Nerven aufreibendes Derby gegen den “Staatsfeind Nr. 1″, den Lommatzscher SV. Im Mittelpunkt des gesamten Platzgeschehens stand aber jemand ganz anderes: Kay Windisch – eigentlich Schiedsrichter, doch diesmal versuchte er sich Hellseher, denn viele seiner Entscheidungen und Pfiffe standen in keinem Zusammenhang zum realen Geschehen auf dem Spielfeld und entsprangen daher wohl einer nicht bekannten Quelle.

Im Vergleich zur Vorwoche gehören nun mit Bierstedt, Löffler, Burda und Krechlak wieder vier genesene Stammkräfte zur Startelf. Auf der Ersatzbank wurde es eng, da diese durchgehend mit Akteuren der Zweiten besetzt, da diese spielfrei hatten.

Beide Teams begannen vorsichtig. “Ja keinen Fehler machen und ein frühes Gegegtor kassieren”, so lautete das Motto. Nach 10 Minuten gewann die Partie an Fahrt. Erste Chancen boten sich beiden Seiten, blieben noch ungenutzt.

Den ersten großen Aufreger gab er nach gut einer Viertelstunde. Nach einem unnötigen Foul nahe des Strafraums wuchtet ein Lommatscher den Ball beim folgerichtigen Freistoß in die Riesaer Mauer. Schmerzverzeht geht Hillig zu Boden. Die TSV-Spieler stehen steif da, der Schiedsrichter pfifft nicht ab und die LSVer spielen den Ball auch nicht fairer Weise ins aus, sondern nutzen die Gunst der Stunde und einen Pass vor Richtung Scharf machen, der das Spielgerät am Boden liegend sicher in seinen beiden Händer hat. Damit sollte die Tormöglichkeit eigentlich geklärt sein. Doch völlig regelwidrig kloppt der Lommatzscher Stürmer Jens Zschätzsch Robert Scharf den Ball aus den Händen ins Tor. Der Schiri Kay Windisch erteilt weder eine gelbe Karte noch pfeifft er ab, sondern gibt zur Verwunderung aller Stahlfans das Tor.

In der Folgezeit ertönte die Pfiffe des Schiedsrichter sehr einseitig. Vorteile für Stahl worden stets abgepfiffen. Das grobe Geholze der Lommatzscher Jens Zschätzsch und Uwe Rennert gegen die Beine der Riesaer bleib nahezu ungeahndet. Wie kann ein “Unparteiischer” so blind sein und alles durchgehen lassen? Mir ist das Rätsel.

Lommatzsch stellte sich mit der Führung im Rücken hinten rein und ließen Stahl kommen. Mehrmals zeichnete sich der Gästetorwart aus und verhinderte gute Einschußmöglichkeiten der Stahl-Spieler. Vor allem Wukasch ackerte im ganzen Spiel wie ein Irrer und wollte den Ausgleich mit aller Macht erzwingen. Stahl hatte ein deutlich mehr Ballbesitzt und mehr vom Spiel, doch bis zur Pause kam nichts Zählbares bei raus.

Die Fans feuerten ihr Team beim Gang in die Kabine kräftig an. Unter den Anhängern glaube man fest daran, dass unsere Helden die Partie drehen würden. Die erste Halbzeit ließ hoffen.

Stahl setzte nach dem Wiederanpfiff seine Offensivbemühungen kraftvoll fort. Doch Löffler, Burda und Nollau scheiterten beim Abschluß. Bis zur 55. Minute dauerte es ehe die Stahlfans den erlösenden Ausgleich bejubeln konnten. Nach einem Kopfball an die Latte, nimmt Danny Burda den Abpraller volley und nagelt ihn wuchtig in die Maschen. Fünf Minuten dann die mehr als verdiente Führung: David Wukasch zirkelt den Ball bei einem Freistoß elegant ins Eckige. Torschütze ist aber offiziell Hillig, der das Spielgerät noch mit seinen Haaren berührt hat.

Von nun an wurde das Spiel heftiger und kampfbetonter. Wie in den Begegnungen der vergangenen Jahre bereits, grätschten die frustrierten Lommatzscher ohne Rücksicht jeden Stahlkicker um. Der Schiedsrichter verlor dabei völlig den Überblick und fällte nur noch einseitige Entscheidungen – jeweils gegen die Gastgeber. Nach einem dieser merkwürdig gegebenen Freistoß für den LSV, befördert ein Gästespieler den Ball direkt in Riesaer Gehäuse. So weit, so gut. Ein 2:2 ginge ja auch noch in Ordnung, entsprach aber nicht den Chancen.

Der Schiedsrichter verlor danach jeglichen Leitfaden und wedelt mit bunten Karten nur so um sich herum… doch meist nur gegen den TSV. In 75. Minute erzielte Nicki Rasper das erneute Führungstor, doch Schiedsrichterassistent träumte wohl von einem Abseits und hob Geistes abwesend die Fahne. Nicki kam niemals aus dem Abseits und beschwerte sich zu recht. Leider gibt es sowas wie Gerechtigkeit und Beschweren auf dem Platz nun mal nicht, daher wurde unser Torminator frühzeitig mit gelb-rot zum Duschen geschickt.

Auf der Gegenseite hob das Assistent erst Sekunden nach dem Abseitspfiff des Referees sein Winkelement.

Nach reichlichen 90 Minuten endete das Spiel mit 2:2. Für den TSV war deutlich mehr drin gewesen. Die Lommatzscher haben sich noch unbeliebter bei den Riesaern gemacht. Viele Fans kochten vor Wut über die fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen und die raue, unverwarnte Spielweise der Gäste. Dabei gab es beim Verlassen des Stadions noch etliche Hektik. Was genau vorgefallen war, kann ich nicht beurteilen.

WIR FREUEN UNS AUFS RÜCKSPIEL!!!

Verfasst von Patrick am 28. September 2009

Riesaer B-Elf geht in Heidenau unter

Rubrik: Spielberichte

Ohne 7 (sieben!) Stammspieler reiste der TSV extrem ersatzgeschwächt zum schweren Auswärtsspiel beim aktuellen Bezirksligatabellenführer Heidenauer SV.

Mit Namen fehlten: Burda, Löffler, Träger, Krechlak, Kutsche, Tietze und Bierstedt. Dafür rückten Straube, Schamber und Andy Richter in die Startelf.

Bei der zweiten Mannschaft, die bereits zur Mittagszeit SV Sachsen Zeithain empfing, ein ähnliches Bild. Thomas Juretzkos Teams gewann jedoch nach 0:2-Pausenrückstand mit Kampfgeist noch 3:2 gegen den Kreisligaabstiegskandidaten Nummer Eins.

Was für ein erschreckendes Bild: Von angeblich nahezu 40 Akteuren im Männerbereich standen gerade einmal 23 zur Verfügung!

Mit Ruhm bekleckerte sich die Erste beim Landesligaaufstiegsaspiranten Heidenau nicht. Auch Kampfgeist war selten vor handen. Einzig Routinier Rico Kaiser mühte sich in seiner gewohnen Manier. Er ist wirklich ein  Profi durch und durch, der stets mit Leidenschaft und Herz Fußball spielt. Danke Rico, dass du deine Schuhe beim TSV schnürrst – wir brauchen deine Erfahrung!

Der Rest des Teams glich einem Sauhaufen. Kaum eine Aktion gelang. Torgefahr war nicht gegeben. Spielaufbau war nicht vorhanden und die Abwehr viel zu  langsam und offenbarte scheunentorgroße Löcher. Robert Scharf im Riesaer Kasten war auf verlorenem Posten. Torminator Nicki Rasper als einzige Spitze war praktisch wirkungslos.

Ein ums andere Mal hebelten die pfeilschnellen Heidenauer die TSV-Hintermannschaft aus. Jeweils 2-3 HSV’er liefen auf Scharf zu und zeigten ihre Abgeklärtheit beim Abschluß.

Bis zur Halbzeitpause klingelte es “nur” dreimal im Stahl-Gehäuse. Nach dem Wiederanpfiff bekamen die rund 300 Zuschauern noch weitere 4 Treffer der Heidenauer zu sehen. 7:0 verloren. Das war die mit Abstand höchste und seit Lommatzsch 06/07 bitterste Niederlage einer TSV-Elf.

Hoffentlich wiederholt sich dies nicht am kommenden Wochenende, nämlich da ist der LSV in der Nudelarena zu Gast. Ich bin zuversichtlich, dass wir zu Hause 3 Punkte holen, da 2-3 Akteure, die Sonntags fehlten, wieder genesen sein werden.

Jungs, kopf hoch, arbeitet im Training hart an den Fehlern, giftet euch nicht gegenseitig an. Wir Stahlfans halten zu euch! Auf einen Sieg gegen Kuhlumsch!

Verfasst von Patrick am 20. September 2009

Stahl geht im Pokal bei Post Dresden unter

Rubrik: Spielberichte

Das Pokalspiel lag mir noch lange schwer im Magen. Ich verdrängte es bisher einen Bericht über diese Schmach zu verfassen. Zu tief sitzt die Enttäuschung über die Null-Bock-Einstellung.

In die Startelf fehlten mit Löffler, Preißiger, Kaiser und Bierstedt wichtige Stützen, was sich bitter bemerkbar macht. Der TSV ging zwar nach 10 Minuten in Führung, doch egalisierte Post dies postwendend.

Anschließend plätscherte das Spiel vor sich hin. Hier ein Abseitstor, da eine halbe Chance. Freistöße und Ecken brachten sowieso keine Gefahr. Irgendwie schienen an dem Tag auch die vorhandenen Stammspieler Scharf, Kutsche, Burda und Wukasch die Scheiße am Schuh kleben zu haben. Nichts gelang. Kein richtiger Druck hinter den Angriffen.

Es passierte, womit kein Stahlfan gerechtet hatte. In der Schlußviertelstunde lochte der Post SV dreimal ein. Kinderleicht überwanden die Gastgeber auf einmal die Riesaer Hintermannschaft samt Torwart und knallte eine Bude nach der anderen rein. Auf der TSV-Seite zeigte sich keine Gegenwehr, keine Reaktion, kein Aufbäumen.

Nach 92 Minuten erlöste der Referee alle Riesaer und pfiff die Partie ab. 4:1 gegen den Post SV Dresden verloren… und das auch noch verdient.

Mit hängenden Köpfen trat die Stahl-Anhänger die Heimreise an und hofften auch ein besseres Auftreten in der Bezirksliga gegen Liganeuling Chemie Dohna.

Verfasst von Patrick am 9. September 2009

Ein Sieg wäre verdient gewesen

Rubrik: Spielberichte

Nach dem Remis im ersten Auswärtsspiel und dem ersten Dreier im Heimspiel vergangener Woche, sollte an letzten Wochenende nun auch endlich auswärts ein Sieg her. Beinahe hättes geklappt. Verdient wäre der Sieg gewesen.

Die Riesaer Spieler bestimmten von Beginn an das Geschehen auf dem Rasen. Doch ein Tor wollte trotz guten Möglichkeiten nicht fallen. Diese Nachlässigkeit rächte sich als nach einer Viertelstunde Gastgeber Bischofswerda auf einmal in Führung geht.

Sichtlich geschockt gelang den TSV-Akteuren plötzlich kaum noch etwas. Bis auf eine Großchance von Kutsche geschah bis zur Pause auf dem Platz nichts, was würdig wäre, erwähnt zu werden.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff unterlief Scharf ein schwerwiegender Patzer, den die Schiebocker eiskalt ausnutzen und auf 2:0 erhöhten.

Erst nachdem ein Kicker der Gastgeber in der 60. Spielminute vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt wurde, agierte Stahl wieder druckvoll. Doch vorerst wurden die Bemühungen nicht mit einem Tor belohnt.

Es dauerte bis zur 75. Minute als Löffler den umjubelten Anschlußtreffer erzielte. Der TSV mobilisierte alle Kräfte und drängte auf den Ausgleich. Drei Minuten nach dem Anschlußtreffer brachte “La Bomba” Burda das Spielgerät im Kasten des BSV unter. Nun stand es 2:2. Doch die Riesaer waren damit noch nicht zufrieden. Jetzt wollte man unbedingt den Sieg.

Die Bischofswerdaer standen nun mit 10 Mann in der eigenen Hälfte und versuchten krampfhaft den einen Punkt gegen die anrennenden TSV-Spieler festzuhalten. Es gelang ihnen.

Der TSV kehr wieder nur mit einem Zähler nach Hause zurück… Aller guten Dinge sind drei. In Heidenau klappts!

Verfasst von Patrick am 1. September 2009

Rasper geht das 6. Jahr auf Torejagd für den TSV

Rubrik: Spielberichte

Am 31. August 2003 startete der TSV den offziellen Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse Riesa-Großenhain. In der  11. Spielminute schoß Nicki “Torminator” Rasper  das erste Pflichtspieltor der Vereinsgeschichte. Fast auf den Tag genau, am 29. August 2009, traf unser “Fußballgott” nun auch in der Bezirksliga, jedoch erst in der 40. Minute. Rasper ist als einziger Spieler von der allererster Stunde an noch in der 1. Mannschaft dabei.

Was für eine Leistung!

Zwei weitere Akteure schnürren seit der 2. Kreisklasse die Fußballschuhe für die erste TSV-Mannschaft – und sind sogar Stammspieler. Die Rede ist – jeder Stahlfan weiß es – vpm verletzten Torsten Tietze und von David Wukasch.

Eben jener Wukasch war es auch, der bei der Wochenendbegegnung in gewohnter Freistoßmanier das erste Tor für Stahl nach 12 Minuten schoß. Stahl schien mit diesem Spiel die unglücklichen Resultate der ersten beiden Saisonspiele vergessen machen zu wollen. Und das gelang auch auf beeindruckende Weise.

Der TSV erarbeitete sich in den 90 Spielminuten reihenweise gute Einschußmöglichkeiten. Aber nur ein halbes Dutzend wurde genutzt. Der Königwarthaer SV hatte über das ganze Spiel hinweg, kaum eine Chance. Lediglich vereinzelt rannten die Gäste auf das Riesaer Tor zu. Vorrausgegangen waren zumeist Nachlässigkeiten der beiden Abwehr-Neuzugänge Hillig und Preißiger, die damit die Gegner einluden. Doch Scharf hielt sein Gehäuse sauber.

Nach dem Führungstor machte der TSV schnell den Sack zu. Ein feines Abspiel von Krechlak landete der Ball vor den Füßen von Bierstedt, der nicht lange fackelt und das Eckige ins Runde befördert. Danny “La Bomba” Burda erzielte Mitte der ersten Hälfte mit einem Kracher aus sehr spitzen Winkel das 3:0. Danach schaltete der TSV einen Gang zurück. Kurz vor der Pause erhöhte TSV-”Urgestein” Rasper nach guter Vorarbeit von Preißiger auf 4.0.

Fünf Minuten waren in Halbzeit Zwei gespielt, da konnten die TSV-Fans erneut jubeln und man schwärmte schon von einem zweistelligen Ergebnis. Burda hatte getroffen. Doch in der Folgezeit sollten die Offensivbemühungen nicht belohnt werden. Träger, Burda und der eingewechelte Löffler brachten den Ball nicht im Gästetor unter.

In der Schlußviertelstunde stellte Thomas Löffler nach einem Konter den Endstand von 6:0 gegen einen sehr harmlosen Gegner her, den der TSV in den letzten 10 Spielminuten zu zehnte jederzeit im Griff hatte. David Wukasch erlitt eine Verletzung, die ihm am Weiterspielen hinderte, und Ron Bößneck hatte bereits dreimal gewechselt.

Alles in allem war es fanastisches Spiel, das Appetit auf mehr macht. Wenn der Ball weiter so gut rollt, ist ein Platz unter den ersten Vieren drin.

Freuen wir uns auf die nächste Begegnung in Bischofswerda, die ein anderes Kaliber sind als Königswartha. Doch mit dem am vergangenen Woc henende gezeigten Spielwitz ist Sieg möglich.

Verfasst von Patrick am 26. August 2009

Leider kein Dreier

Rubrik: Spielberichte

Statt den erhofften 3 Punkten, kehrte der TSV am vergangenen Wochenende nur mir einem Zähler nach Riesa zurück.

In Halbzeit Eins kassierte man binnen wenigen Minuten 2 Gegentreffer. Beim ersten spekulierte die Riesaer Viererkette wohl auf Abseits, hatte damit kein Glück und somit nutze ein Hoywoy’er seine Chance zur Führung. Scharf stand auf einsamen Posten. Das zweite Gegentor geht jedoch auf seine Kappe. Obwohl das Spielgeschehen sich meist auf der gegnerischen Hälfte spielte, regte sich Robert Scharf wüst über die Schiedsrichterentscheidungen auf. Als Folge bekam er die gelbe Karte und Hoyerswerda 1919 einen indirekten Freistoß aus 7 Meter. Da ließen sich die Gastgeber nicht zweimal bitten und hämmerten das Spielgerät unter die Latte. Was für eine Katastrophe… 2:0 nach etwas mehr als 20 Minuten.

Dabei hatten die Riesaer deutliche Feldvorteile.  Doch die 1919′er Abwehr war gut aufgestellt und verhinderte größere Tormöglichkeiten. Auffälligster Spieler im gesamten Spiel war wieder einmal mehr Thomas Löffler, der immer wieder den Ball als sich riss und durch seinen Offensivdrang Druck aufbaute. Doch vor der Pause wollte es mit dem Riesaer Anschlußtreffer nichts werden.

Nach dem Wiederanpfiff legten die Stahl-Spieler noch ne Schippe drauf und legten richtig los. In der 55. Minute ist es erneut Löffler der über die Außen in den Strafraum der Gastgeber eindringt und den Ball zum mitgelaufenen Burda passte. Dieser hat keine Mühe den Ball im Kasten unter zu bringen – nur noch 2:1.

Wukasch, Träger, Hillig und Bierstedt sorgten in der kommenden Spielzeit für viel Arbeit des Hoyerswerdaer Torhüters. Angriffswelle um Angriffswelle rollte im Minutentakt gen Gastgebergehäuse. Möglichkeiten am Fließband. Doch das Runde fand nicht den Weg ins Eckige.

Zehn Minuten vor Spielende gelingt der nun mehr als nötige Ausgleich. Nachdem Löffler im Strafraum von den Beinen geholt wurde, versenkte Burda routiniert den Ball im Tor.

Hektisch wurde es nochmal kurz vor Abpfiff. Erst hatte Stahl die Riesenchance zur eigenen Führung, im Gegenzug hatte man Glück nicht noch eine Bude zu bekommen.

Es überwiegte am Ende doch die Freude über den ersten Punktgewinn in der Bezirksliga mit dem faden Beigeschmack, dass mehr drin gewesen wäre, wenn man die sich bietenden Möglichkeiten beim Schopfe gepackt hätte.