Richtig guter Fußball
Seit dem letzten Bericht sind schon wieder 2 Wochen vergangenen, in denen unsere Mannschaft 3 Testspiele vor heimischer Kulisse in der Nudelarena bestritt.
TSV – Rostocker FC
Vorletzten Samstag empfing der TSV den mecklenburgischen Verbandsligisten Rostocker FC. Die Partie bot hochklassigen, schnellen aber sehr fairen Fußball. Beide Teams zeigten gute Kombinationen und standen sicher in der Abwehr. Besonders erwähnenswert ist die gut eingestellte Riesaer Viererkette, die im Vergleich zu vergangenen Versuchen überzeugte.
Neben den bereits im ersten Testspiel zum Einsatz gekommenden Thomas Kutsche und Ole Martin Hillig gab Johannes Preißiger seinen Einstand im TSV-Dress und machte dabei eine sehr gute Figur.
Richtige Strafszenen bekamen die circa 150 Zuschauer nur selten zu sehen. Kurz vor der Pause eröffnete Kutsche den Torreigen nach herrlicher Vorarbeit von Löffler. Nachdem er seinen Bewacher abgeschüttelt hatte, brachte er den Ball souverän im Kasten der Gäste unter.
Nach der Pause drängten der RFC sichtlich auf den Ausgleich. Doch konsequent vereitelte die stählerne Hintermannschaft gegnerische Chancen.
Zwei Tore erzielten die TSV-Spieler in dieser Begegnung noch. Erst bedient Kutsche den aufgerückten Hillig mustergültig, der den Ball ohne Probleme veesenkt. Wenige Minuten später verwandelte Danny Burda einen Foulelfmeter.
Während der zweiten Halbzeit probierten beide Teams verschiedene Systeme durch, wie es bei einem Testspiel üblich aus. Der aus der zweiten Mannschaft aufgerückte Alexander “Sushi” Schamber zeigte auf der Zehnerposition eine solide Leistung, blieb aber unter seinem Möglichkeiten. Wenn er noch etwas mehr auf die Rippen kriegt und sich mehr zutraut, ist er eine gute Alternative für David Wukasch hinter den Spitzen.
TSV – Döbelner SC
Das zweite Testspiel an jenem Wochenende gestaltete sich ganz anders. Zum einen trat der TSV nur mit einem Minikader an – einigen Akteure lag wohl der Kick vom Vortag noch in den Beinen – zum anderen war das Sonntagsspiel von Zweikämpfen und einer härteren Spielweise geprägt.
Noch vor der 20. Minute lag Stahl im eigenen Stadion mit 0:2 hinten. Der TSV präsentierte sich zwar gut, doch lief auch im weiteren Verlauf stets hinterher.
Mitte der ersten Hälfte erzielte Burda den Anschlußtreffer, doch postwendend stellte Döbeln den alten Toreabstand wieder her.
Das erste und das dritte Gegentor fiel durch Strafstöße.
Keine Ahnung, was der Trainer in der Halbzeitpause sagte oder welche Stimmung in der Kabine herrschte, zumindest legten die TSV-Spieler nach dem Wiederanpfiff wie die Feuerwehr los.
Das wechselseitge Toreschießen ging jedoch vorerst weiter: Löffler verkürzt, der DSC egalisiert den TSV-Treffer, Burda locht ein, die Döbelner erhöhen wieder.
Stahl ackert und kämpft mit ganzer Kraft verbissen, wenigstens die drohende Niederlage abzuwenden. Mit seinen Toren Drei und Vier schaffte Danny Burda dies und markierte damit den Endstand von 5:5 – viele Tore für die wiederum knapp 150 anwesenden Zuschauer.
Mit etwas Glück hätte Bierstedt sogar noch das Siegtor per Kopf erzielt, aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen.
Festzuhalten bleibt, dass die Vierer-Abwehrkette in Halbzeit Eins ohne den Riesen Bierstedt zum derzeitigen Zeitpunkt noch arg instabil ist. Mit der Hineinnahme vom “Bier” in der zweiten Hälfte kamen die Gäste weniger häufig vor das Tor von Scharf im Riesaer Gehäuse.
TSV – Radebeuler BC
Erstmal für den TSV Stahl und auch erstmals seit seiner langen Verletzungspause stand der 19 Jahre junge Steffen Krechlak auf dem Fußballfeld. Und eins sei vorweg genommen: Der Junge hat echt ne Menge drauf.
Obwohlzu dieser Begegnung gegen den Neu-Landesligisten aus Radebeul, der von Hans-Jürgen “Dixie” Dörner trainiert wird, auf Seiten von Stahl etliche Akteure fehlten, zeigte der TSV das beste Spiel seit langen. Allen Mannschaftsteilen inklusive Trainergespann muss man zu diesen Leistungen gratulieren. Was Ron Bößneck da in den vergangenen Wochen gearbeitet hat, zeigte jetzt schon tolle Früchte.
Trotz leichter Feldüberlegenheit der Riesaer, fiel keine Tor – auch auf Seiten von Radebeul nicht. Die Abwehrreihen der Kontrahenten standen gut sortiert und unterbunden nahezu alle Vorstöße. Die besten Möglichkeiten boten sich Träger und Steffen “Kreche” Krechlak. Beide scheiterten. So ging ein äußert ansehnliches und unterhaltsames Spiel torlos in die Pause.
In der Anfangsviertelstunde der Hälfte Zwei legte der TSV noch eine Schippe drauf und erhöhte den Druck massiv – doch die RBC-Abwehr hielt (noch) stand. Dies änderte sich als Wukasch einen fälligen Foulelfmeter gewohnt eiskalt verwandelte. Damit gaben sich die Riesaer nicht zufrieden und drängten auf den Führungsausbau.
Kurze Zeit spät nutzen die Radebeuler Offensive einige Abstimmungs- und Zuordnungsprobleme der TSV-Abwehr aus und stellten mit zwei Treffern das Spielgeschehen auf den Kopf.
Danny Burda erzielte beim zweiten Versuch quasi im Gegenzug das 2:2. Anschließend brach die gut agierende Schiedsrichterin die Partie auf Grund eines Gewitters ab.
Der TSV lieferte gegen den Favoriten aus Radebeul eine klasse Partie ab, die List auf die Saison macht. Freuen wir uns auf weiteren, tollen Fußball Marke TSV Stahl Riesa.

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